09-11-2006 17:33

Den Durchbruch schon lange hinter sich – Interview mit Piggnigg

Vier ältere Herren, subversiv, lakonisch, deren Durchbruch schon lange passierte, es nur keiner merkte, in St. Gallen bekannt, und doch immer noch zwischen Untergrund und Gischt daher schwimmend, das ist die St. Galler Mundart-Rockband Piggnigg. Interessant, sie einmal näher kennen zu lernen. Am TalhofFestival 2006 traf ich Wolfgang Egli und Daniel Weniger.

(Stefan Schälle) Piggnigg aus dem Französischen übersetzt heisst: "Nimm dir eine Kleinigkeit". Was hat das bei euch zu bedeuten?
Daniel Auch mit vier G geschrieben.

Nein ..., kein einziges.
Wolfgang Nimm dir und gib viel.

Tatsächlich euer Motto?
Wolfgang Stell dir vor, auf keinen Fall. Dieser Name entstand so wie viele Begriffe. Heute weiss keiner mehr woher sie stammen. Weshalb hat ein Stadtteil einen bestimmen Namen? Man weiss es einfach nicht mehr.
Daniel Damals, als wir uns für diesen Namen entschieden, dachten wir, er vermittle einen easy Eindruck. Picknick und Zusammensein – eine angenehme Stimmung.

Auf eurer Webseite sind auch Bilder von Wanderungen zu finden.
Daniel, lacht Das sind unsere Betriebsausflüge, wie man heute zu sagen pflegt.
Wolfgang Um noch mal auf den Namen zurück zu kommen: Den ziehen wir weiter mit. Es ist aber so, dass, wenn wir erneut einen Namen suchen würden, wir uns sicher nicht Piggnigg nennen würden... Heute wäre ein anderer Name angesagt. Grosse Mahlzeit. Oder das grosse Fressen.
Gelächter. Erwähnt sei, dass die Herren noch keinerlei Anzeichen eines Bauchs haben.

Seid ihr intellektuell, so wie ihr euch gebt? Eure Texte haben etwas Spezielles.
Daniel Es sind natürlich keine oberflächlichen Texte, die so klar wie ein Schlager sind.
Wolfgang Es soll auch nicht alles geradlinig verlaufen. Die Texte sollen einen auch etwas im "Gnuusch" herumführen. Nicht immer, aber genau dann, wenn man es nicht erwartet.


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