08-12-2005 15:24
©redus.ch/sscTag Sieben, fast ein Drittel der Adventszeit war überstanden. Oder besser gesagt erlebt, wenn wir die vergangenen sieben Abende der Homekultur in der Focacceria in St. Gallen betrachten. So viele Menschen in einem so kleinen Raum: Da muss Wunderbares geschehen sein, denn Platz zum Umfallen war wahrlich keiner mehr, als Hop o`my thumb zum letzten Mal vor ihrer grossen Konzertpause in St. Gallen auftrat.
(Stefan Schälle) "Was geschieht mit all den Leuten, die noch draussen vor der Tür stehen?", fragte sich jeder, der sich einen der wenigen raren Sitzplätze im Innern der Focacceria ergattern konnte. Es liess sich keiner entgehen, die Überflieger aus St. Gallen, wie das Tagblatt Hop o`my thumb zu betiteln wusste, ein letztes Mal am Schluss ihrer überfliegerischen Tournee zu hören.
Nach einem schweisstreibenden Kampf in die erste Reihe, war ich so nah an den drei Stimmenkünstlern wie möglich. Es war nicht heiss im Raum, trotzdem lief den beiden Herren und der Dame bereits am Anfang ihres Auftrittes der Schweiss aus allen Poren. Die Bühne klitzeklein, das Erlebnis riesengross: Jeder der Anwesenden konnte dies bezeugen. Von Beginn an zogen uns die wunderbarsten Stimmen mit auf eine Reise durch Beat-Boxing, HipHop, Gedichten und vieles mehr. Durch ihren dargebotenen Humor unterscheiden sich Hop o`my thumb von anderen A-cappella Gruppen. Gelacht wurde denn auch viel im kleinen, italienischen Lokal.
Wer ihr aktuelles Programm "tripolis" kennt, der weiss, dass das Trio keinesfalls nur singen kann. Mit seinen Klangexperimenten werden die Sketsche zum wunderbaren Erlebnis. Ein Mann und tausend Stimmen: Was die Technik heute nicht alles kann! So wurde aus einer Stimme in unendlichen Wiederholungen die wohl stärkste One-Man-Show.
Der Auftritt war jedoch keineswegs eine wiederholte Aufführung ihrer Tripolis-Tour, sondern eine feine Produktion, auf das intime und persönliche Umfeld in der Focacceria zugeschnitten. Die Sketsche aus dem Programm fehlten, dafür wurde kurzerhand der beissende Rauch, welcher das feuchtwarme, ja bald schon tropische Klima, zu verdrängen versuchte, ins Repertoire aufgenommen. Jedenfalls war der Rauch dann doch recht schnell wieder verschwunden.
Wir werden sie vermissen, die drei Stimmwunder aus St. Gallen mit ihrer feurigen, angehaucht italienischen Art, das Trio Hop o`my thumb, das es seit Jahren immer wieder schafften, die Zuschauer in den Bann ihrer Stimmbänder zu ziehen und sie ins Programm einzuverleiben. "Ladies and gentlemen, we`re proudly presenting you...". Es war schon fast erschreckend, wie wundervoll dieser Gesang alle Besucher der Focacceria erfüllen konnte, einfach unbeschreiblich.
Einmal mehr war in der Focacceria auch an diesem siebten Abend kein Platz mehr frei. "Wir wollen Kultur betreiben, aber mehr geht leider nicht mehr rein". So könnte das Motto für die wartende Menschenmenge auf der Metzgergasse lauten. Ich bin jedenfalls gespannt, was an den kommenden siebzehn Abenden noch alles hinter den Türen der Focacceria zu entdecken ist. Der Flyer jedenfalls ist bereits zum Unikat geworden, da schlichtweg die Nachfrage nach der Wohnkultur im Advent unbeschreibliche Ausmasse angenommen hat.
Hop o`my thumb – Ladies and gentlemen, we`re proudly presenting you...
©redus.ch/ssc
(Stefan Schälle) "Was geschieht mit all den Leuten, die noch draussen vor der Tür stehen?", fragte sich jeder, der sich einen der wenigen raren Sitzplätze im Innern der Focacceria ergattern konnte. Es liess sich keiner entgehen, die Überflieger aus St. Gallen, wie das Tagblatt Hop o`my thumb zu betiteln wusste, ein letztes Mal am Schluss ihrer überfliegerischen Tournee zu hören.
Nach einem schweisstreibenden Kampf in die erste Reihe, war ich so nah an den drei Stimmenkünstlern wie möglich. Es war nicht heiss im Raum, trotzdem lief den beiden Herren und der Dame bereits am Anfang ihres Auftrittes der Schweiss aus allen Poren. Die Bühne klitzeklein, das Erlebnis riesengross: Jeder der Anwesenden konnte dies bezeugen. Von Beginn an zogen uns die wunderbarsten Stimmen mit auf eine Reise durch Beat-Boxing, HipHop, Gedichten und vieles mehr. Durch ihren dargebotenen Humor unterscheiden sich Hop o`my thumb von anderen A-cappella Gruppen. Gelacht wurde denn auch viel im kleinen, italienischen Lokal.
Wer ihr aktuelles Programm "tripolis" kennt, der weiss, dass das Trio keinesfalls nur singen kann. Mit seinen Klangexperimenten werden die Sketsche zum wunderbaren Erlebnis. Ein Mann und tausend Stimmen: Was die Technik heute nicht alles kann! So wurde aus einer Stimme in unendlichen Wiederholungen die wohl stärkste One-Man-Show.
Der Auftritt war jedoch keineswegs eine wiederholte Aufführung ihrer Tripolis-Tour, sondern eine feine Produktion, auf das intime und persönliche Umfeld in der Focacceria zugeschnitten. Die Sketsche aus dem Programm fehlten, dafür wurde kurzerhand der beissende Rauch, welcher das feuchtwarme, ja bald schon tropische Klima, zu verdrängen versuchte, ins Repertoire aufgenommen. Jedenfalls war der Rauch dann doch recht schnell wieder verschwunden.
Wir werden sie vermissen, die drei Stimmwunder aus St. Gallen mit ihrer feurigen, angehaucht italienischen Art, das Trio Hop o`my thumb, das es seit Jahren immer wieder schafften, die Zuschauer in den Bann ihrer Stimmbänder zu ziehen und sie ins Programm einzuverleiben. "Ladies and gentlemen, we`re proudly presenting you...". Es war schon fast erschreckend, wie wundervoll dieser Gesang alle Besucher der Focacceria erfüllen konnte, einfach unbeschreiblich.
Einmal mehr war in der Focacceria auch an diesem siebten Abend kein Platz mehr frei. "Wir wollen Kultur betreiben, aber mehr geht leider nicht mehr rein". So könnte das Motto für die wartende Menschenmenge auf der Metzgergasse lauten. Ich bin jedenfalls gespannt, was an den kommenden siebzehn Abenden noch alles hinter den Türen der Focacceria zu entdecken ist. Der Flyer jedenfalls ist bereits zum Unikat geworden, da schlichtweg die Nachfrage nach der Wohnkultur im Advent unbeschreibliche Ausmasse angenommen hat.