04-12-2006 23:32
©redus.ch / stefan schälleEin nahezu gefülltes Kraftwerk, begeistertes Publikum und acht Bands, die ihre Musik zelebrierten: Das bandXsg-Finale in Krummenau war eine Konzertnacht auf sehr hohem Niveau. Die Wiler Skaband drops entschied den ersten St. Galler Nachwuchsband-Wettbewerb für sich und gewann einen Plattenvertrag. Die beiden Förderverträge gingen an die Metaller Mordan aus Wil und an die St. Galler Indierocker sly seals.
(Trix Müller) Die Stimmung der Verantwortlichen im Kraftwerk Krummenau, dem reizvollen Lokal im Toggenburg, ist speziell. Wird das bandXsg-Finale genügend Publikum anziehen? Kurz vor Türöffnung um neun Uhr die Erlösung: Eine riesige Warteschlange auf der grossen Aussentreppe bewegt sich bereits Richtung Untergeschoss des alten Fabrikareals. Schlussendlich werden an diesem Abend beinahe 500 Zuschauer vor der Bühne stehen!
Für die Bands hat die lange Nacht bereits um fünf Uhr mit dem Soundcheck begonnen. Das anschliessende, gemeinsame Nachtessen und das Warten auf den Auftritt vermögen die Nervosität jedoch nicht wirklich zu mildern. Es geht um viel an diesem Finale. Welche Band träumt nicht davon, eine eigene CD aufzunehmen? Dieser Traum scheitert vielfach am fehlenden Geld.
Durch die Unterstützung der Kulturförderung des Kantons St. Gallen und des Migros Kulturprozents ist es dem bandXsg möglich, der Gewinnerband einen Plattenvertrag beim Label Eisbrand zu offerieren und die Zweit- und Drittplatzierten mit einem Fördervertrag im Wert von je 2500 Franken zu unterstützen. Diese Ausgangslage verspricht einiges. Acht hoch motivierte St. Galler Newcomer Bands mit unterschiedlichen Musikstilen brennen darauf, die Bühne zu rocken:
drops (Ska), Placid (Reggae), Phonodope (Indiepop), Innocent (Rock), sly seals (Indierock), Mordan (Metal), All Ship Shape (Indierock) und Inflame (Hardrock)
Nach diesen acht intensiven Konzerten (Konzertbericht) und einer durchwegs guten und fairen Stimmung der Zuschauer liegt es an der Jury, den Preisträger bekannt zu geben. Zu DJ-Sound wird in der Zwischenzeit getanzt und gefeiert, und es scheint, als ob sich die ganze Nervosität gelöst hat. Bei der Verleihung der symbolischen Checks steigt die Anspannung jedoch wieder spürbar.
3. Platz: sly seals, Indierock –
2. Platz: Mordan, Metal –
1. Platz: drops, Ska
So werden die drei Erstplatzierten vom Jurymitglied Barni, selber Sänger der St. Galler Indierockband Sundiver, aufgerufen. Grenzenloser Jubel bei den Gewinnern, daneben stilles sich Ärgern bei den Verlierern.
Die vier Musikkenner Claud, Susanna, Barni und BB hatten sicher keine leichte Aufgabe, aus acht Bands auf sehr hohem Niveau drei auszuwählen. Ihre Beurteilungskriterien waren gegeben und eine Bauchentscheidung hatte keinen Platz. Das Podest ist mit Bands dreier Musikrichtungen besetzt und zeigt sich genauso abwechslungsreich wie das Finale selber. Dass nicht jeder den gleichen Musikgeschmack hat, ist klar. Aber dass sich unter die Jubeltöne einige Buh-Rufe mischen, ist meines Erachtens ungerechtfertigt.
Meine, zugegeben, sehr subjektive Wahl deckt sich schlussendlich auch nicht ganz mit derjenigen der Jury. Nichtsdestotrotz: Die drei Gewinnerbands profitieren nun von der angebotenen Förderung. Herzlichen Glückwunsch! Die anderen fünf Finalistenbands sind im Moment sicher enttäuscht. Aber ich bin überzeugt, dass auch sie ihren Weg gehen werden, wenn sie mit ihrer gezeigten Energie weitermachen und sich ihre Freude an der Musik bewahren. Ich wünsche auf jeden Fall allen, dass sie ihre Träume irgendwann ausleben können.
Für das bandXsg erhoffe ich mir nach der sehr erfolgreichen ersten Ausgabe 2006 eine weitere fürs 2007. Denn die jungen Bands sind froh um eine solche Plattform. Und wer diese Konzerte mit all den Nachwuchsmusikern erlebte, weiss, wie kulturell bereichernd eine solche Veranstaltung ist.
bandXsg 2006 – drops gewinnen ein starkes Finale
©redus.ch / stefan schälle
(Trix Müller) Die Stimmung der Verantwortlichen im Kraftwerk Krummenau, dem reizvollen Lokal im Toggenburg, ist speziell. Wird das bandXsg-Finale genügend Publikum anziehen? Kurz vor Türöffnung um neun Uhr die Erlösung: Eine riesige Warteschlange auf der grossen Aussentreppe bewegt sich bereits Richtung Untergeschoss des alten Fabrikareals. Schlussendlich werden an diesem Abend beinahe 500 Zuschauer vor der Bühne stehen!
Für die Bands hat die lange Nacht bereits um fünf Uhr mit dem Soundcheck begonnen. Das anschliessende, gemeinsame Nachtessen und das Warten auf den Auftritt vermögen die Nervosität jedoch nicht wirklich zu mildern. Es geht um viel an diesem Finale. Welche Band träumt nicht davon, eine eigene CD aufzunehmen? Dieser Traum scheitert vielfach am fehlenden Geld.
Durch die Unterstützung der Kulturförderung des Kantons St. Gallen und des Migros Kulturprozents ist es dem bandXsg möglich, der Gewinnerband einen Plattenvertrag beim Label Eisbrand zu offerieren und die Zweit- und Drittplatzierten mit einem Fördervertrag im Wert von je 2500 Franken zu unterstützen. Diese Ausgangslage verspricht einiges. Acht hoch motivierte St. Galler Newcomer Bands mit unterschiedlichen Musikstilen brennen darauf, die Bühne zu rocken:
drops (Ska), Placid (Reggae), Phonodope (Indiepop), Innocent (Rock), sly seals (Indierock), Mordan (Metal), All Ship Shape (Indierock) und Inflame (Hardrock)
Nach diesen acht intensiven Konzerten (Konzertbericht) und einer durchwegs guten und fairen Stimmung der Zuschauer liegt es an der Jury, den Preisträger bekannt zu geben. Zu DJ-Sound wird in der Zwischenzeit getanzt und gefeiert, und es scheint, als ob sich die ganze Nervosität gelöst hat. Bei der Verleihung der symbolischen Checks steigt die Anspannung jedoch wieder spürbar.
3. Platz: sly seals, Indierock –
2. Platz: Mordan, Metal –
1. Platz: drops, Ska
So werden die drei Erstplatzierten vom Jurymitglied Barni, selber Sänger der St. Galler Indierockband Sundiver, aufgerufen. Grenzenloser Jubel bei den Gewinnern, daneben stilles sich Ärgern bei den Verlierern.
Die vier Musikkenner Claud, Susanna, Barni und BB hatten sicher keine leichte Aufgabe, aus acht Bands auf sehr hohem Niveau drei auszuwählen. Ihre Beurteilungskriterien waren gegeben und eine Bauchentscheidung hatte keinen Platz. Das Podest ist mit Bands dreier Musikrichtungen besetzt und zeigt sich genauso abwechslungsreich wie das Finale selber. Dass nicht jeder den gleichen Musikgeschmack hat, ist klar. Aber dass sich unter die Jubeltöne einige Buh-Rufe mischen, ist meines Erachtens ungerechtfertigt.
Meine, zugegeben, sehr subjektive Wahl deckt sich schlussendlich auch nicht ganz mit derjenigen der Jury. Nichtsdestotrotz: Die drei Gewinnerbands profitieren nun von der angebotenen Förderung. Herzlichen Glückwunsch! Die anderen fünf Finalistenbands sind im Moment sicher enttäuscht. Aber ich bin überzeugt, dass auch sie ihren Weg gehen werden, wenn sie mit ihrer gezeigten Energie weitermachen und sich ihre Freude an der Musik bewahren. Ich wünsche auf jeden Fall allen, dass sie ihre Träume irgendwann ausleben können.
Für das bandXsg erhoffe ich mir nach der sehr erfolgreichen ersten Ausgabe 2006 eine weitere fürs 2007. Denn die jungen Bands sind froh um eine solche Plattform. Und wer diese Konzerte mit all den Nachwuchsmusikern erlebte, weiss, wie kulturell bereichernd eine solche Veranstaltung ist.