13-12-2006 16:58
©redus.ch / stefan schälleMan sollte nicht zuviele Worte darüber verlieren, aber die Grabenhalle fühlt sich einfach richtig ungemütlich an - mit gerade mal 30 Leuten Inhalt. Nach den letzten Konzerterfolgen ein klarer Rückschritt. Die programmtechnische Entwicklung der Stadt St.Gallen ist aber weiterhin auf dem Vormarsch.
(Florian Weiss) Sollen wir jetzt den Kopf in den Sand stecken und den Rock`n`Roll aus St. Gallen verbannen oder einfach keine Konzerte mehr am Sonntagabend organisieren? Bauen wir doch die Grabenhalle um und machen damit dem Elefanten, dem Casanova oder der Höhle – für Kleinkinder – Konkurrenz, dann haben wir anständig Alkoholkonsum und können uns den noblen DJ soundso aus Berlin leisten.
Ich freue mich immer noch über das neu aufgekommene Konzertangebot in der Stadt, und solange es so weitergeht, werde ich anwesend sein, auch wenn ich alleine in der Grabenhalle stehe. Die Abwesenden sind schliesslich selber Schuld. Reden wir von Musik:
Cloudride bleibt an diesem Abend nichts erspart: Die fünf Basler mussten bei Winterthur ihren Bus stehen lassen und das Equipment teilweise mit dem Zug nach St. Gallen weitertransportieren. Angekommen in der Grabenhalle breitet sich eine gähnende Leere im Zuschauerbereich aus, und zu guter Letzt fällt auch noch – für fünf Minuten inmitten des Gigs – der Strom aus. Das alles zusammen könnte eine Band locker davon abhalten, eine ordentliche Show abzuliefern.
Unbeeindruckt von den äusseren Umständen liefern die Basler eine durchwegs gute und energiegeladene Show ab. Die Musik kann man mit einer Mischung aus Blackmail, Muse und Radiohead beschreiben.
Die Garagerocker aus Bremen mit Namen Trashmonkeys bestreiten den zweiten Teil des Abends, und obwohl die Vier drauflos rocken, als ob die Grabenhalle gefüllt wäre, können sie die Enttäuschung über die spärlichen Besucherzahlen doch nie ganz verstecken. Immerhin ist das Konzert in der Grabenhalle der Abschluss einer knapp dreiwöchigen Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Da hätten sie sich sicher eine grössere Party gewünscht. So müssen sie sie halt selber veranstalten – auch eine Qualität.
Die Musik verkommt da schnell zur Nebensache. Sollte aber bei den vier Herren mit Sicherheit im Vordergrund stehen. Tanzbare Beats treffen auf herrlich scheppernden Garagerock mit Hammond-Orgel-Unterstützung. Das schickt die Beine sofort auf Erkundungstour durch die Halle, um kurz an der Bar halt zu machen und mit frischem Bier wieder nach vorne zu wackeln. Alles schreit nach einem Vinylkauf – und das nächste Besäufnis werde ich auch den Vieren widmen.
Trashmonkeys – St. Gallen ist unglaublich
©redus.ch / stefan schälle
(Florian Weiss) Sollen wir jetzt den Kopf in den Sand stecken und den Rock`n`Roll aus St. Gallen verbannen oder einfach keine Konzerte mehr am Sonntagabend organisieren? Bauen wir doch die Grabenhalle um und machen damit dem Elefanten, dem Casanova oder der Höhle – für Kleinkinder – Konkurrenz, dann haben wir anständig Alkoholkonsum und können uns den noblen DJ soundso aus Berlin leisten.
Ich freue mich immer noch über das neu aufgekommene Konzertangebot in der Stadt, und solange es so weitergeht, werde ich anwesend sein, auch wenn ich alleine in der Grabenhalle stehe. Die Abwesenden sind schliesslich selber Schuld. Reden wir von Musik:
Cloudride bleibt an diesem Abend nichts erspart: Die fünf Basler mussten bei Winterthur ihren Bus stehen lassen und das Equipment teilweise mit dem Zug nach St. Gallen weitertransportieren. Angekommen in der Grabenhalle breitet sich eine gähnende Leere im Zuschauerbereich aus, und zu guter Letzt fällt auch noch – für fünf Minuten inmitten des Gigs – der Strom aus. Das alles zusammen könnte eine Band locker davon abhalten, eine ordentliche Show abzuliefern.
Unbeeindruckt von den äusseren Umständen liefern die Basler eine durchwegs gute und energiegeladene Show ab. Die Musik kann man mit einer Mischung aus Blackmail, Muse und Radiohead beschreiben.
Die Garagerocker aus Bremen mit Namen Trashmonkeys bestreiten den zweiten Teil des Abends, und obwohl die Vier drauflos rocken, als ob die Grabenhalle gefüllt wäre, können sie die Enttäuschung über die spärlichen Besucherzahlen doch nie ganz verstecken. Immerhin ist das Konzert in der Grabenhalle der Abschluss einer knapp dreiwöchigen Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Da hätten sie sich sicher eine grössere Party gewünscht. So müssen sie sie halt selber veranstalten – auch eine Qualität.
Die Musik verkommt da schnell zur Nebensache. Sollte aber bei den vier Herren mit Sicherheit im Vordergrund stehen. Tanzbare Beats treffen auf herrlich scheppernden Garagerock mit Hammond-Orgel-Unterstützung. Das schickt die Beine sofort auf Erkundungstour durch die Halle, um kurz an der Bar halt zu machen und mit frischem Bier wieder nach vorne zu wackeln. Alles schreit nach einem Vinylkauf – und das nächste Besäufnis werde ich auch den Vieren widmen.