"Tschai, Bwana!" Langsam wirst du wach und begreifst, dass der schwarze Diener neben dir kein seltsamer Traum ist. Du befindest dich in einer Lodge in Kenias Wildnis. "Tee, Sir!" So wirst du noch vor der Morgendämmerung geweckt, bevor du dich zum Jeep begibst, den Tau von Windschutzscheibe und Fenstern fegst und mit deinen Begleitern der Sonne entgegenfährst. Eine Safari durch die afrikanische Savanne steht auf dem Programm. Der natürliche Lebensraum der Elefanten, Gazellen, Leoparden, Giraffen und Zebras erlaubt es dir, die wilden Tiere in ihrem Verhalten zu beobachten und zu fotografieren. Und wirklich! Die Kamera mit dem Teleobjektiv und dem Pol-Filter griffbereit, nähert sich dein Wagen einer rastenden Löwengruppe im Schatten einer der raren Schirmakazien. Eine Safari ist etwas Spannendes.
Safari ist das Suaheli-Wort für Reise. Unter dieser "Reise" verstand man ursprünglich eine Jagdreise in Ostafrika, bei der gewöhnlich Grosswild erlegt wurde. Später waren Safaris das Privileg der reichen, meist englischen Oberschicht in Ostafrika. In den letzten Jahren hat sich der Begriff aber stark gewandelt und bezeichnet heute meist die unblutigen Ausflüge in die "Wildnis", bei der hauptsächlich Tiere fotografiert werden (Fotojagd) und die auch für weniger betuchte Reisende erschwinglich sind. Findige Veranstalter werben heutzutage auch noch für andere Arten von Safaris. So besteht bei der Matterhorn Ski-Safari die Möglichkeit, als Schneesportler zehntausend Höhenmeter an einem Tag zurückzulegen. Und das, ohne zweimal die gleiche Bahn oder Piste auf dem kompletten internationalen Skigebiet benützen zu müssen! In Deutschland sind seit der Wiedervereinigung Trabi-Safaris der Renner. Selbst hinters Lenkrad ihres zuckelnden Pappkameraden geklemmt, erleben die frisch eingewiesenen Trabifahrer ihre witzigste Stadtrundfahrt. Und dann begegnet uns in Winterthur in den nebligen Novemberabenden die Video-Safari. Richtig gehört. Und auch hier geht es nicht um das Beobachten von wilden Tieren, sondern vielmehr um einen Blick auf Leben und Leute in der Eulachstadt. Während der Fahrt mit einem Safarimobil, ein zum Klubkino umgebauter Kleinbus, sind auf der Leinwand Livebilder einer Aussenkamera zu sehen. Passend zum Ort werden die Kurzfilme der acht Filmemacher eingespielt. Die Passagiere kommen so in den Genuss einer cineastischen Entdeckungsreise quer durch Winterthur. Video-Safari. Wie heisst es in Suaheli so treffend? Safari bedeutet Reise.
Events » Video-Safari Winterthur | News » Video-Safari Winterthur – die andere Art von Kinogenuss |